Ulli Rubasch

Ulli liebt einen nach innen gerichteten Yoga-Stil, bei dem die Einheit von Körper, Geist und Seele im Mittelpunkt steht.
Ulli Rubasch

Ich bin auf der Welt, um das Mensch-Sein in seiner vollen Köstlichkeit zu erfahren, mit allen seinen Höhen und Tiefen, und mit meinem Körper, den ich geschenkt bekommen habe. Und damit ich mit dem, was ich mitbekommen habe, die Welt ein Stück schöner und vielleicht auch ein Stück besser machen kann.

Ulli, was bedeutet Yoga für dich?
Yoga ist für mich in erster Linie Loslassen, sowohl von körperlichen Verspannungen, aber auch von mentalen Vorstellungen und Blockaden. Die Praxis ist für mich ein Weg der Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis, und zwar immer in engem Kontakt mit dem Körper. Im Vordergrund steht die Verbindung zwischen Geist, Körper und Seele. Ich bin übrigens überzeugt davon, dass es so viele Yogaformen gibt, wie es Menschen gibt. So etwas wie der „richtige“ Yoga existiert meiner Meinung nach nicht – es gibt unzählige verschiedene Wege.

Wie bist du zum Yoga gekommen?
Während der Studienzeit in Wien habe ich Zen-Meditation praktiziert und bin dadurch irgendwie zum Yoga gekommen. Nach einem VHS-Kurs habe ich hauptsächlich alleine praktiziert, mal intensiver, mal weniger intensiv. Weil ich über die Jahre festgestellt hatte, wie heilsam Yoga ist und wie viel Kraft es mir gibt, war irgendwann der Wunsch da, mein Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben. Daher habe ich mich entschlossen, die Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen.

Du liebst einen sehr nach innen gerichteten Yogastil, der viel Raum und Zeit zum Erspüren und zur Selbstwahrnehmung lässt. Was erwartet die TeilnehmerInnen in deinen Kursen?

Grundsätzlich eine Mischung aus Hatha Yoga und Luna Yoga, und immer ausreichend Zeit, um in den Asanas anzukommen. Ich fordere meine TeilnehmerInnen immer wieder auf, sich wahrzunehmen, und gebe Impulse für die mentale und seelische Dimension. Da kann das Thema zum Beispiel der Umgang mit geistiger und körperlicher Unruhe sein, oder auch die Stabilität, sowohl auf körperlicher als auch auf emotionaler und mentaler Ebene. Meine Stunden sind zum Teil auch körperlich anstrengend – ich fordere nicht nur mich selbst gerne, sondern auch meine TeilnehmerInnen.

Wie läuft eine typische Yogastunde bei dir ab?
Nach Ankommen und Aufwärmen folgen leichte Flows, und dann gibt es meist eine „Höhepunkt-Haltung“, mit der wir uns länger beschäftigen. Zum Ausklang kommt die Schlussentspannung, manchmal mit Mantren, und hin und wieder setze ich auch Musik ein.

Was machst du, wenn du gerade nicht Yoga übst oder unterrichtest?
Ich beschäftigte mich mit meiner Familie und arbeite im „Brotberuf“ als Journalistin. In meiner Freizeit gehe ich langlaufen, laufen oder klettern – ich mag die Berge :-)

Warum bist du auf der Welt?
Damit ich das Mensch-Sein in seiner vollen Köstlichkeit erfahren kann, mit allen seinen Höhen und Tiefen, und mit meinem Körper, den ich geschenkt bekommen habe. Und damit ich mit dem, was ich mitbekommen habe, die Welt ein Stück schöner und vielleicht auch ein Stück besser machen kann.

Gibt es ein Ritual, das für dich besonders wichtig ist?
Ja – den Tandava. In diesem aus der Tradition des Tantra kommenden mystischen Tanz  liegt für mich der Ursprung des Yoga. Es ist ein lustvoller Tanz mit dem Kosmos, bei dem sich die Selbstwahrnehmung immer mehr verfeinert. Ich praktiziere ihn regelmäßig.

Hast du ein Lieblings-Asana?
Nicht wirklich. Das gedrehte Dreieck mag ich sehr gerne, weil es meine Körperrückseite dehnt und die Bauchorgane massiert.

Ulli ist Jahrgang 1973, arbeitet als Wirtschaftsjournalistin und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Altenberg bei Linz.

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