Laya

Laya liebt einen abwechslungsreichen, humorvollen und meditativen Yogastil.
Laya Kirsten Commenda

Durch Körper- und Atemübungen können wir unverarbeitete Gefühle, Traumata und oft seit Jahrzehnten gespeicherte seelische Schmerzen aus dem Gewebe lösen. So wird Heilung möglich.

Laya, was bedeutet Yoga für dich?

Stille, Atem und Rhythmus. Lebendigkeit in allen Facetten und Rückverbindung zur Quelle allen Seins. Schritt für Schritt frei werden von einengenden Gedankenmustern, Konditionierungen und Blockaden.

Wie bist du zum Yoga gekommen?

Durch eine tiefe Krise rund um die Geburt meines Sohnes. Ich war Alleinerzieherin und völlig entwurzelt. Dass ich damals nicht in der Nervenklinik, sondern auf der Yogamatte gelandet bin, war ein großes Geschenk. Nach einer Woche „Yoga und Fasten“ in einem ehemaligen Kloster im Waldviertel begann mein Yoga-Weg. Einige Jahre habe ich parallel dazu intensiv im tibetischen Buddhismus praktiziert und auch buddhistische Zuflucht genommen. Nach wie vor empfinde ich die Lehren des tibetischen Buddhismus als meine spirituelle Heimat.

Was mich von Anfang an am meisten interessiert hat, ist der psychoenergetische Aspekt des Yoga. Es fasziniert mich, wie wir durch Körper- und Atemübungen unverarbeitete Gefühle, Traumata und teilweise seit Jahrzehnten gespeicherte seelische Schmerzen aus dem Gewebe lösen können.

Du liebst einen abwechslungsreichen, humorvollen und gleichzeitig meditativen Yogastil. Was erwartet die TeilnehmerInnen in deinen Stunden?

Das hängt von der Tagesqualität, von meiner eigenen Verfassung und von der Gruppe ab. In meinen Stunden geht es nicht um Wellness oder Fitness, und letzten Endes auch nicht um einen wohlgeformten und gesunden Körper – obwohl ein solcher ein angenehmer Nebeneffekt sein kann.

Mir geht es um Bewusstwerdung. Ohne Atembewusstheit in allen Haltungen und Bewegungen, ohne Meditation und Tiefenentspannung wäre es für mich nicht Yoga. Ich lasse auch gerne Mudras einfließen – ich liebe diese Form subtiler Energielenkung.

Wie läuft eine typische Yogastunde bei dir ab?

Meist beginnen wir mit Atem- und Körperwahrnehmung, dann kommen Mobilisierung und Asanapraxis – je nach Einheit dynamisch und kräftigend oder sanft mit dem Fokus aufs Spüren und Loslassen. Besonders wichtig ist mir eine ausgiebige Tiefenentspannung, oft mit einem klassischen Yoga Nidra (Yoga-Schlaf).  Pranayama, Mudras, Tönen und Chanten gehören ebenfalls dazu.

Was machst du, wenn du gerade nicht Yoga übst oder unterrichtest?

Ich arbeite als Schreibtherapeutin und Autorin, und ich manage gemeinsam mit meiner Partnerin Isolde die yogalounge.

In meiner Freizeit liebe ich es zu tanzen, zu lesen, zu verreisen oder mit meinem Mann und meinem Sohn auf dem Sofa herumzulümmeln :-) 

Warum bist du auf der Welt?
Um durch die Begrenztheit der menschlichen Erfahrungen die Unbegrenztheit meines wahren Wesens zu erkennen.

Gibt es ein Ritual, das für dich besonders wichtig ist?
Früh aufstehen! Die Morgenstunden sind mir heilig, und meistens die einzige ruhige Zeit des Tages. Nach ein paar yogischen Reinigungsübungen wie Zunge schaben, Öl ziehen, kalt duschen und Nase spülen geht’s ab aufs Meditationskissen.

Am Abend vor dem Einschlafen lege ich eine Hand auf mein Herz und die andere auf meinen Bauch und versuche, ganz bei mir anzukommen. Dann reflektiere ich den Tag und fokussiere mich auf die Dinge, für die ich dankbar bin, und auf die ich mich freue.

Was bedeutet der Name Laya und wie bist du zu ihm gekommen?

Mein buddhistischer Name war „Karma Pema“. Das ist Tibetisch und bedeutet „Lotusblüte aller Buddhas“.  Der Name Laya ist später in der Meditation zu mir gekommen, und irgendwann habe ich ihn auch offiziell angenommen. Auf Sanskrit bedeutet er „Rhythmus“ und „tiefe Stille“.

Mehr über Laya erfährst du auf www.layacommenda.com

Utthita Parsvakonasana Variation
Martha in Urdhva Dhanurasana

Layas Lieblings-Asana ist Yoga Mudrasana, der gebundene Lotussitz mit Vorbeuge: „Für mich ist es eine Haltung vollkommener Sammlung und gleichzeitig völliger Hingabe.“

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