Birgit Kaps

Neben Yoga ist die Natur für Birgit der größte Heiler und eine Inspirationsquelle auf dem Weg zu ihrer ungezähmten Seelennatur.
Renate Stadlbauer

Birgit Kaps wandert zwischen den Welten. Ihre starken Wurzeln hat sie im oberösterreichischen Mühlviertel, ihre zweite Heimat befindet sich in Mexico. Yoga hilft ihr nicht nur, all ihre Facetten und Anteile harmonisch zu vereinen, sondern auch, den Tanz zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Kulturen mit Bewusstheit und Präsenz zu meistern.

Den anmutig fließenden und expansiven Stil des Vinyasa Flow Yoga verbindet Birgit in ihren Yogastunden mit den verinnerlichten Qualitäten des Yin Yoga und angeleiteten Meditationen.

Birgit, was bedeutet Yoga für dich?

Für mich hat Yoga vor allem eine verbindende Qualität. Yoga bewirkt, dass sich all meine Anteile und Facetten zusammenfügen, dass ich mich mit meiner Essenz rückverbinde und gleichzeitig das Gefühl von Verbindung zum Großen Ganzen wiedererlange. Nicht umsonst bedeutet das Wort Yoga in seinem Ursprung Einheit, unity.

Yoga ist für mich ein Weg und gleichzeitig eine Lebensweise, die ich als befreiend und zentrierend erlebe. Es geht dabei um viel mehr als um das, was ich auf der Matte mache – es geht um Auseinandersetzung mit mir selbst, um einen Weg der Selbsterfahrung.

Wie bist du zum Yoga gekommen?

Als Studentin habe ich einen Yogakurs an der Uni besucht. Es folgten weitere Kurse, immer mehr fand ich auch zu meiner eigenen Praxis. In Europa habe ich vorwiegend Hatha Yoga praktiziert. Meine erste Vinyasa Yoga Stunde empfand ich als höllisch anstrengend – dennoch habe ich mich entschlossen, in Mexico eine Ausbildung zur Yogalehrerin mit Schwerpunkt Vinyasa Yoga zu absolvieren.

Dein Yogastil ist von Präsenz geprägt, er ist fließend, aktivierend und gleichzeitig erdend. Was genau erwartet die TeilnehmerInnen in deinen Stunden?

Die Atembewusstheit steht im Vordergrund, und die fließenden Vinyasa Yoga Sequenzen wirken aktivierend. Ich kombiniere diesen dynamischen Stil aber auch gerne mit Elementen aus dem Yin Yoga. Da wird es dann meditativer, man taucht in den inneren Raum ein, geht in die Stille. Auch angeleitete Meditationen gehören zu meinen Stunden.

Hast du ein Lieblings-Asana?

Ja – Anahata Asana. Es ist herzöffnend und gleichzeitig erdend. In der Variante, in der die Stirn am Boden liegt, kann ich mich außerdem über das Dritte Auge mit meiner inneren Weisheit und Intuition verbinden. 

Anahata Asana wirkt herzöffnend und zuglich erdend und weckt die Intuition.

Anahata Asana wirkt herzöffnend und zugleich erdend und weckt die Intuition.

Was machst du, wenn du gerade nicht Yoga übst oder unterrichtest?

Beruflich bin ich ziemlich vielseitig unterwegs – ich arbeite als Shiatsupraktikerin, organisiere und gestalte aber auch Retreats in Mexico. In Österreich bin ich hauptsächlich als Coach, Trainerin und Projektentwicklerin in der Erwachsenenbildung tätig.

Und sonst? Ich reise und lese gerne und liebe das Wasser. Vor kurzem habe ich meine Leidenschaft für Standup Paddle Boarding entdeckt.

Warum bist du auf der Welt?

Um Brücken zwischen Kulturen und Menschen zu bauen – das ist eine meiner wichtigsten Lebensaufgaben. Viel Sinn erlebe ich im Lehren und in heilerischen Tätigkeiten, egal ob bei einem Workshop oder Retreat, beim Shiatsu, bei einem Spaziergang und oder wenn ich eine Meditation anleite. Mit „heilerisch“ meine ich, dass ich Menschen auf dem Weg zurück zu ihrer Ganzheit begleite.

An einem idealen Tag unterrichte ich Yoga, gebe Shiatsu, leite eine Meditation an und gehe einer intellektuellen Tätigkeit nach – dann bin ich der glücklichste Mensch der Welt.

Du bist viel gereist, sprichst fließend Spanisch, verbringst das halbe Jahr in Mexico und arbeitest auch öfter in den USA. Welche unterschiedlichen Yogatrends beobachtest du in Europa und in den USA bzw. in Mexico?

Die Yogaszene in Mexico ist stark von den USA beeinflusst, und ich habe hauptsächlich SchülerInnen aus Nordamerika und Kanada, wo Yoga nach wie vor einen großen Boom erlebt. Was ich beobachte sind viele unterschiedliche Stile, die von enormer Kreativität geprägt sind. In den USA steht hauptsächlich der Workout-Aspekt des Yoga im Mittelpunkt, wodurch es aus meiner Sicht seine Ganzheitlichkeit etwas einbüßt. Auf der anderen Seite ist das Üben dort mit mehr Schwung, Kraft und Experimentierfreude verbunden – die AmerikanerInnen lieben crazy asanas 😊 In Europa erlebe ich den Unterricht in den meisten Studios als viel vorsichtiger und zurückhaltender. Möglicherweise liegt das auch an den unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen – in Mexico kann man als YogalehrerIn nicht belangt werden, wenn sich im Unterricht jemand verletzt.

Deine Website heißt www.soulnature.net . Was hat es mit diesem Namen auf sich?

Ich glaube, dass jeder Mensch seine eigene Seelennatur in sich trägt. So wie eine Palme eine Palme ist und kein Nussbaum – und man kann auch keinen Nussbaum aus ihr machen.

Mir geht es im Leben darum, meine eigene Natur zu erkennen und auszudrücken, und ich möchte auch andere Menschen in ihren Selbsterkenntnis-Prozessen fördern und begleiten.

Die Natur ist für mich der größte Heiler –  in Mexico ist es das Meer, in Österreich sind es der Wald, die Berge und die Seen. An Plätzen, an denen die Natur noch relativ ursprünglich ist, finde ich Zugang zu einer sehr speziellen Kraft, die mir hilft, mit meiner eigenen Urkraft in Verbindung zu kommen, mit meiner ungezähmten Natur.

Birgit Kaps - Yoga am Meer

Die Natur beschenkt uns mit ihrer heilsamen Kraft. Vor allem am Meer tankt Birgit Kaps neue Energie und verbindet sich mit den Elementen.

Gibt es ein Ritual, das für dich besonders wichtig ist?

Neben meiner ruhigen Zeit am Morgen, die ich meistens mit Yoga und Meditation verbringe, ist es vor allem das Sitzen am Feuer, das als Ritual eine transformierende Wirkung auf mich hat.

Mehr über Birgit erfährst du auf www.soulnature.net

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